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Glyphosat- Wegbereiter oder im Weg stehend?






 

Ursprünglich eingesetzt bei großen Feldern mit Gentechnik, um ein- und zweikeimblättrige Unkräuter den garaus zu machen, ist es heute frei verkäuflich und jeder Schrebergärtner kann es beliebig oft für seinen Garten kaufen. 

Mittlerweile ist es in biologischen Instituten und sogar der Europäischen Union eines der wichtigsten Gesprächsthemen. Doch was ist es überhaupt und wieso muss darüber gestritten werden?

 

Glyphosphat -Scheinbar harmlos?

 

Glyphosat ist ein Unkrautvernichtungsmittel, das gerne von Landwirten eingesetzt wird, da es breitflächig Unkraut vernichtet. Es hemmt das für die Pflanzen wichtige Enzym EPSP, das zur Herstellung von Aminosäuren unverzichtbar ist.  Da sie durch das Glyphosat nicht hergestellt werden können, hört die Pflanze auf zu wachsen und stirbt nach etwa einer Woche. Allerdings zerstört es nicht nur das Unkraut, sondern befällt durch die Bodenbehandlung auch die anderen Pflanzen, die ebenfalls auf dem behandelten Boden wachsen.

Für den Menschen ist es nicht toxisch, wenn auch in Labortests DNA Schädigungen aufgetreten sind. Diese wurden aber auf Zusatzstoffe zurückgeführt, die umgehend aus der Produktion genommen wurden.

 

Spätfolgen und Nebenwirkungen von Glyphosphat

 

Jetzt, kurz vor der neuen Zulassung, tauchen Fakten auf, die einen grübeln lassen. 

Ökotest führte einen Test an Lebensmittel durch und in acht von dreizehn Proben entdeckten die Tester Glyphosat, die jedoch noch unter dem zulässigen Mindestwert lagen. Gefunden wurden sie in Linsen und Getreideprodukten.

Viele Bauern haben den Unkrautvernichter schon zu oft angewandt, so dass er bei Gentechnik, die in Deutschland nicht betrieben wird und werden darf, nichts mehr bewirken kann.

In direktem Kontakt mit Glyphosat über Haut und Atemwege wirkt es dann aber doch toxisch und bei Wirbeltieren kann es sogar zu Störungen bei der Embryonalentwicklung führen. Hinweise geben an, dass es in die Hormonbildung eingreift und krebserregend sein kann. 

Weitaus unschädlicher wäre die Nutzung von Touchdown System 4, es ist ein nicht-selektives Herbizid. Es ist geruchlos und schaumfrei, hinterlässt keinerlei Rückstände im Boden und nachfolgende Kulturen erleiden keinen Schaden. 

Die Pflanze wird nicht geätzt, andere Ionen werden neutralisiert und es ist zu 100 % abbaubar. Im Ackerboden angekommen wird es inaktiv und geht auch nicht bis in die Wurzeln. Da Touchdown System 4 jedoch den Aufbau der Aminosäuren blockiert und es bis zu den Ausläufern transportiert wird, bekämpft es biologisch aber nachhaltig selbst ausdauernde Arten. 

 





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