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polyzyklische Moschusverbindungen -nicht nur Mütter sollten sie meiden






Beliebt in der Parfümerie, dominiert dieser Stoff seit längerem auch die Kosmetik- und Hygieneprodukteindustrie. Das teure Drüsensekret des Moschustieres wurde fast gänzlich durch nicht nur billige, sondern schädliche chemische Imitate ersetzt und wird zu tausenden Tonnen hergestellt. Nun werden eine Reihe von synthetischen Ersatzstoffen wie Nitromoschusverbindungen und polyzyklische Moschusverbindungen als Geruchsstoffe und Geruchsverstärker verwendet.

Nitromoschusverbindungen und Polyzyklische Moschusverbindungen

Zu den Nitromoschusverbindungen gehören: Moschus-Xylol, Moschus Keton, Moschus Mosken, Moschus Tibeten, Zu den Polyzyklische Moschusverbindungen gehören Galaxolid und Tonalid

Warum ist Moschus schädlich und sollte aus Ihrem Badezimmer fern bleiben?

Moschus kann starke Allergien auslösen und sich in der Muttermilch anreichern. Moschus Ambrette beispielsweise wurde zwischenzeitlich verboten, da es nachweislich unter Lichteinfluss Allergien auslöst und bei Tierversuchen schädigende Wirkung auf das Nervensystem zeigt. Ebenfalls sind inzwischen Moschus Tibeten und Moschus Mosken verboten. Moschus Xylol und Moschus Keton sind für die Einsatz in allen kosmetischen Mitteln -außer Zahnpflegemittel.

Nitromoschusverbindungen und polyzyklische Nitromoschusverbindungen sind gut fettlöslich aber nur sehr schwer abbaubar. Das ist schlecht sowohl für den Körper, als auch für die Umwelt. Sie kommen in Proben von Nordseefischen vor, aber auch in der Muttermilch! Die Aufnahme erfolgt durch die Haut, die Nahrung und die Atemluft. Die Moschusduftstoffe gelangen in die Blutbahn und werden teilweise im Fettgewebe gespeichert. Sie können zu Hodenschrumpfung führen und stehen im Verdacht Krebserregend zu sein, lagern sich in der Muttermilch an und lösen Allergien aus, bei Tierversuchen zeigt sich eine schädliche Wirkung auf das Nervensystem und es ist Leberschädigend!

Wo kommt Moschus vor und was kann ich tun, um mich vor Moschusverbindungen zu schützen?

Moschus kommt in vielen Produkten des alltäglichen Gebrauchs vor. Darunter: Detergentien wie, Waschmittel und Weichspüler Kosmetika wie, Körperlotionen, Duschgelen, Hautcremes, Seifen, Badezusätzen, Haarschaum und auch in Putzmitteln, Raumsprays, Räucherstäbchen und Textilien. Leider kommt Moschus in vielen Produkten des Alltags vor. Doch leider ist die Deklarationspflicht für Moschus beschrenkt. Die Kennzeichnung "Parfum" ist in der Regel ausreichend und bedarf keiner weiteren Spezifikation. Somit weiß man nicht einmal genau wo Moschus drin ist! Das ist ein großes Problem -nicht nur für Allergiker und empfindliche Menschen. Auf Verpackungen findet man manchmal die Duftstoffe Eichenmoos, Isoeugenol, Baummoos und Cinnamal, die sehr potente Allergene sind und gemieden werden sollten. Gleiches gilt für Cinnamylalkohol, Hydroxycitronellal und HMPCC (= Hydroxymethylpentylcyclohexencarboxaldehyd, bekannt unter Lyral). Wir nehmen zudem Moschusverbindungen sehr leicht auf, durch die Haut oder sogar Luft!

 

Produkte ohne Polyzyklische Moschusverbindungen

 

Dies sind empfohlene Alternativen ohne Moschus (und andere Chemikalien, die wir nicht empfehlen würden):Alle Produkte mit dem den Siegeln:

  • Hundertwasserzeichen
  • und dem Eco Label
  • alle Naturkosmetikprodukte, denn da sind Moschusverbindungen grundsätzlich verboten.

Beispiele für gute Ersatzprodukte sind:

  • Waschmittel: EcoVer, ein Belgisches Unternehmen, dass sich auf verträgliche Reinigungsmittel speziallisiert hat (finden Sie HIER)
  • Raumspray: Primavera Life Bio Raumspray oder selber mischen (finden Sie HIER)
  • Putzmittel: Viel Essig und Backpulver nutzen, selber machen oder ebenfalls Ecover verwenden (finden Sie HIER)
  • Body Lotions und Cremes: Alle Naturkosmetikprodukte z.B. Laverde (finden Sie HIER)
  • Shampoos: Shampoos sind an und für sich problematisch. Es macht Sinn auf Naturprodukte umzusteigen, z.B. I+M gegen Schuppen. (finden Sie HIER)




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